YOGA

"YOGAS CITTÁ VRITTI NIRODÁH" - mit diesen Worten beschreibt PATANJALI in den YOGA-SUTREN (2. Vers) was YOGA bedeutet, nämlich: "YOGA IST DIE AUFLÖSUNG DER BEWUSSTSEINSBEWEGUNGEN."

Wir kennen alle den inneren Stress, den dauerndes "Denken müssen" bzw. der automatische Denkprozess, welcher immerfort in uns abläuft, in uns auslösen. Yoga arbeitet an einem anderen Bewusstseins-Zustand, dem der "Freiheit von Gedanken" bzw. Freiheit von dauernder innerer & körperlicher Anspannung.

 

Das Wort YOGA selbst bedeutet "VERBINDUNG".

Welche Verbindung wollen wir erreichen? Eine Verbindung zwischen KÖRPER, GEIST und SEELE/PSYCHE.

In einer Welt in der hohe Leistungsbereitschaft zur Selbstverständlichkeit gehört, verlieren Menschen leicht den Kontakt zu sich selbst. Durch die Praxis verschiedenster YOGA-Arten kann der Kontakt zu sich selbst, den Selbstheilungskräften, zu einem ruhigen & friedvollen Geist, einem starken Nervenkostüm und einem gesunden Körper wiederhergestellt werden.

 

BEWEGUNG - ATMUNG - MEDITATION - SEIN

Dies geschieht lt. PATANJALI in Stufen. Dazu gehören u.a.

 

ASANAS: Körperübungen. Das Wieder-Herbeiführen von körperlicher Stabilität geschieht durch verschiedene Körperhaltungen, die entweder länger gehalten werden, oder mit intensiven Atemtechniken verbunden werden, um den Fluss des PRANA (der Lebensenergie) wieder wahrnehmen zu können bzw. damit dieses PRANA mit fortschreitender Übung für bestimmte Körperregionen (z.B. lebenserhaltende Drüsen) erzeugt und geleitet werden kann.

 

PRANAYAMA: im herkömmlichen Sinn handelt es sich hierbei um „Atemtechniken“. Genau übersetzt bedeutet Pranayama jedoch „der atemlose Zustand“. Das Ziel der Yogi’s besteht darin, die Kontrolle (nicht nur über den Körper) sondern weiters über den Atem zurückzuerlangen, da dies nicht nur positive körperlich/gesundheitliche Effekte (Erweiterung der Lungenkapazität) mit sich bringt, sondern auch die Kontrolle über das eigene Leben (Atemanhaltung, langsameres Atmen wird gleichgestellt mit der Verlängerung des eigenen Lebens; Tiere z.B. Schildkröten, die langsam atmen, leben länger!).

PRATYAHARA: bedeutet „Rückzug der Sinne“. Mit den Sinnen erleben wir die Welt, nehmen das Außen in uns auf. Sinnesüberreizung und –überflutung kann mit Entspannungs- und Atemtechniken entgegengewirkt werden. Eine besondere Technik ist die des YOGA NIDRA (der „Schlaf der Yogi’s“). Mit dieser Technik kommt es wissenschaftlich nachgewiesener-maßen zu einer fast völligen Synchronizität der beiden Gehirnhälften, eine Tiefenentspannung wird erreicht (Alpha-, Beta-, und Theta-Gehirnwellen sind während dieser Methode aktiv; man „wandert“ geistig entlang der Schlafesgrenze, ohne jedoch einzuschlafen, nur der Körper und die Sinne werden komplett entspannt. Gleichzeitig kommt es zu einer sehr hohen bewussten Konzentrationsfähigkeit.)

DHARANA: „Konzentration“, und DHYANA: „Meditation“: Mit Konzentrations-Übungen wird der Geist beruhigt, der in der buddhistischen Tradition als „Affengeist“ beschrieben wird (da er wie ein Affe dauernd von einem Thema zum nächsten springt). Yoga und verschiedenste andere Meditations- und Entspannungstechniken bringen mit der Zeit den Effekt des bewussteren Verweilen im Jetzt, dem „Sein um zu Sein“.  

STILLE   -   LEERE   -   FREIHEIT VON GEDANKEN   -   ACHTSAMKEIT   -   EINHEIT

"MEDITATION ist ein Zustand des REINEN BEWUSSTSEINS OHNE INHALT."

"MEDITATION ist das BEWUSSTSEIN, das sich selbst im Spiegel erkennt, das sich seiner eigenen QUELLE zuwendet."

(Osho)